Dienstag, 27. November 2012

Lara Adrian - Der Kelch von Anavrin "Geheimnisvolle Gabe"

Nachdem etwas enttäuschenden zweiten Band der Trilogie um den mysteriösen Kelch von Anavrin habe ich nun den fulminanten Abschluss wirklich genossen. Großes Lob!
Es geht um den Ritter Randulf of Greycliff, den wir ja im letzten Band kennengelernt haben, der durch den Schurken Silas de Mortane seine Frau und seinen kleinen Sohn verlor. Mit den zwei Teilen des Kelches, der in den zwei vorherigen Bänden bereits gefunden wurde, macht er sich auf den Weg, Silas das Handwerk zu legen und seine Familie zu rächen. Auf dem Weg gerät er in einen Kampf mit einem von dessen Schergen und wird auf hoher See hinaus gespült. Er strandet und wird von der jungen Serena gefunden, die dort mit ihrer Mutter verborgen im Wald lebt. Trotz ihrer Angst, die nicht von ungefähr kommt, nähert sie sich dem Mann. Sie besitzt eine geheimnisvolle Gabe, die sie selbst bei zufälliger Berührung mit einem anderen Lebewesen, dessen tiefstes Herz offenbart, all seine Gefühle und Absichten. Ihre Mutter, die eine sehr deutliche Abneigung gegen andere Menschen, und ganz besonders Männern hat, verbietet ihr, ihm zu helfen. Als sie später jedoch trotzdem zurückkehrt, findet sie einen äußerst wütenden Rand vor. Er beschuldigt sie, ihm des Kelches entledigt zu haben. Außerdem verlangt er von den beiden Frauen, ihm gesund zu pflegen und ihn für die Dauer seine Genesung Zuflucht zu gewähren.
Die Geschichte ist spannend, obwohl es die Hälfte nur darum geht, wie die beiden sich annähern. Serena ist sofort, trotz ihrer leichten Scheu, von dem griesgrämigen Mann fasziniert. Sie möchte ihn besser verstehen. Mit ihrer reinen Seele gelingt es ihr sogar, in ihn zu dringen. Nach und nach traut er ihr an, was ihm widerfahren ist. Auch er hegt anfangs Misstrauen gegen sie, kann sich ihrer Anziehungskraft aber nicht entziehen.
Eines muss man Lara Adrian lassen. Sie kann wirklich wunderschön die Entwicklung der Gefühle zweier Menschen füreinander zeichnen. Und so glaubwürdig! Herrlich… Auch Rands Gefühle sind glaubwürdig. Man erfährt, dass er schon fast von Anfang an, eine schwierige Ehe geführt hat, da seine Frau, wie wir heute wissen, depressiv war. Ich liebe die Romantik zwischen Serena und Rand wirklich sehr. (^_^)
Dann geht es jedoch richtig los, mit jede Menge Action. Es kommt zu einem sehr plötzlichen Ende. Hatte mich schon fast gefragt, ob noch ein weiterer Band folgt…
Am meisten hat mich überrascht, dass Silas der Ritter ist, der damals den Kelch aus Anavrin entwendete. Und Serenas Mutter, ist gar nicht ihre Mutter, sondern die anavrinische Prinzessin. Das war ja mal was…
Ich freue mich, dass Serena und Rand ihr Glück ineinander gefunden haben. Hach… Schade eigentlich, dass es keinen Epilog gab. Hätte gerne gewusst, was aus den drei Paaren geworden ist. Naja, lässt sich nichts machen…

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