Nachdem etwas enttäuschenden zweiten
Band der Trilogie um den mysteriösen Kelch von Anavrin habe ich nun den fulminanten
Abschluss wirklich genossen. Großes Lob!
Es geht um den Ritter Randulf of
Greycliff, den wir ja im letzten Band kennengelernt haben, der durch den
Schurken Silas de Mortane seine Frau und seinen kleinen Sohn verlor. Mit den
zwei Teilen des Kelches, der in den zwei vorherigen Bänden bereits gefunden
wurde, macht er sich auf den Weg, Silas das Handwerk zu legen und seine Familie
zu rächen. Auf dem Weg gerät er in einen Kampf mit einem von dessen Schergen
und wird auf hoher See hinaus gespült. Er strandet und wird von der jungen
Serena gefunden, die dort mit ihrer Mutter verborgen im Wald lebt. Trotz ihrer
Angst, die nicht von ungefähr kommt, nähert sie sich dem Mann. Sie besitzt eine
geheimnisvolle Gabe, die sie selbst bei zufälliger Berührung mit einem anderen
Lebewesen, dessen tiefstes Herz offenbart, all seine Gefühle und Absichten. Ihre
Mutter, die eine sehr deutliche Abneigung gegen andere Menschen, und ganz
besonders Männern hat, verbietet ihr, ihm zu helfen. Als sie später jedoch
trotzdem zurückkehrt, findet sie einen äußerst wütenden Rand vor. Er
beschuldigt sie, ihm des Kelches entledigt zu haben. Außerdem verlangt er von
den beiden Frauen, ihm gesund zu pflegen und ihn für die Dauer seine Genesung
Zuflucht zu gewähren.
Die Geschichte ist spannend, obwohl es
die Hälfte nur darum geht, wie die beiden sich annähern. Serena ist sofort,
trotz ihrer leichten Scheu, von dem griesgrämigen Mann fasziniert. Sie möchte
ihn besser verstehen. Mit ihrer reinen Seele gelingt es ihr sogar, in ihn zu
dringen. Nach und nach traut er ihr an, was ihm widerfahren ist. Auch er hegt
anfangs Misstrauen gegen sie, kann sich ihrer Anziehungskraft aber nicht
entziehen.
Eines muss man Lara Adrian lassen. Sie
kann wirklich wunderschön die Entwicklung der Gefühle zweier Menschen
füreinander zeichnen. Und so glaubwürdig! Herrlich… Auch Rands Gefühle sind
glaubwürdig. Man erfährt, dass er schon fast von Anfang an, eine schwierige Ehe
geführt hat, da seine Frau, wie wir heute wissen, depressiv war. Ich liebe die
Romantik zwischen Serena und Rand wirklich sehr. (^_^)
Dann geht es jedoch richtig los, mit
jede Menge Action. Es kommt zu einem sehr plötzlichen Ende. Hatte mich schon
fast gefragt, ob noch ein weiterer Band folgt…
Am meisten hat mich überrascht, dass
Silas der Ritter ist, der damals den Kelch aus Anavrin entwendete. Und Serenas
Mutter, ist gar nicht ihre Mutter, sondern die anavrinische Prinzessin. Das war
ja mal was…
Ich freue mich, dass Serena und Rand
ihr Glück ineinander gefunden haben. Hach… Schade eigentlich, dass es keinen
Epilog gab. Hätte gerne gewusst, was aus den drei Paaren geworden ist. Naja,
lässt sich nichts machen…
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